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Graffiti - Historie und Neuzeit

Graffiti (von "il Graffito' = italienisch für "Das Gekratzte") bedeutet "in Wände eingeritzte Inschriften".

Dass Graffitis keine Erfindung unserer Zeit sind, beweisen Ausgrabungen der antiken römischen Stadt Pompeji, wo die Lava außer den kulturhistorisch bedeutenden Wandgemälden und Mosaiken in den Häusern reicher Bürger auch eine ganze Subkultur von in die Mauern geritzten Schmähschriften, Karikaturen und Obszönitäten konservierte.

Die Geschichte des heute bekannten Graffiti beginnt in New York, als Anfang der Siebziger ein High School Schüler begann seinen Spitznamen und die Nummer der Strasse, in der er wohnte, mit einem Stift auf öffentlichen Plätzen publik zu machen  (z.B. Julio 204). Als im Sommer 1971 in der New York Times das legendäre Taki 183-Interview erschien, war dies nicht nur das erste Mal, dass dieses Thema in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt wurde, sondern es war vor allem ein Ansporn für viele andere Jugendliche, dies nachzuahmen. Jeder erfand sein cool klingendes und aussehendes Pseudonym und schrieb es an jede freie Stelle, die sich ihm bot. Als es allerdings zu viele wurden, fiel ein einziges Hit, wie es damals noch hieß, gar nicht mehr auf. Die Buchstaben wurden verschnörkelter, und jeder versuchte, einen möglichst individuellen Schriftzug, sozusagen seine Unterschrift, zu kreieren. Diese Schriftzüge, die noch heute jeder Writer hat, nennt man "Tags". Sehr bald war alles "zugetagged" und selbst der interessanteste Schriftzug ging unter.

Es war im Jahr 1971, als ein Schüler - mit Künstlernamen Tracy 168 - in einem Farbgeschäft eine Sprühdose entdeckte, was damals noch eine Neuigkeit war. Da er als Schüler natürlich nicht zu viel Geld hatte und Dosen damals sehr teuer waren, steckte er sie heimlich ein und verwendete sie für das erste gesprühte Piece.

Seit des Entstehens von HipHop Musik in den frühen 70ern durch Pioniere wie DJ Kool Herc,  Grandmaster Flash oder Afrikan Bambaata ist Graffiti untrennbar mit der HipHop Kultur verschmolzen, es zählt zu den 3 (oder 4) Elementen des HipHop: Graffiti, Breakdance, Mcing (also rappen) und Turntablism. Flyer für HipHop Konzerte wurden schon immer von Graffiti Künstlern designed und auf den sogenannten HipHop Jams trafen sich schon immer die Aktivisten der HipHop-Szene, es wird gesprüht, gebreakt und Musik gemacht.

Der Unterschied zu den anderen Teilkulturen des HipHop liegt vor allem im überwiegend illegalen Charakter des Writings, dadurch schaffte das Writing nicht wie das Mcing oder das Breaken den kommerziellen Durchbruch, wodurch es sich seit den 80ern weitaus weniger verändert hat.